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GANTlights – Betonlampen made in Germany

GANTlights – individuelle Lampen und Möbel made in Germany

Stefan Gant ist der Gründer und Designer von GANTlights. Seine Liebe zur Architektur und zum Produktdesign zeigte sich schon früh. Nach einem abgeschlossenen Architektur-Bachelor zog es ihn schließlich von München nach Berlin – in die Kreativhauptstadt also, wo er dann im Jahr 2012 sein Label GANTlights gründete. Nur ein Jahr später folgte der Master in Architektur und dem Label GANTlights konnte sich voll und ganz gewidmet werden.

Das Modell C1 in der Ausführung „Beton, hell, Messing“ Foto: Stefan Gant

Architektonischer Einfluss in kleinen Auflagen
Mit seinem besonderen Stil und den sichtbaren Einflüssen internationaler Architektur begeistert Stefan Gant Kundinnen und Kunden. Und nicht nur sie: Auch die verschiedensten Awards und Nominierungen für Produktdesign und Architektur konnte GANTlight bereits entgegen nehmen, darunter den Iconic Award 2016 – Interior Innovation – Selection und auch den ersten Preis des Schindler Awards 2012 als Student an der TU Berlin.

Wunderschöne Cubes! Das Modell B1 in dunkler Ausführung. Foto: Stefan Gant

Beton ist jetzt salonfähig

Die modernen, puristischen Designs dieses Labels werden aus einem besonderen und doch alltäglichen Material gegossen: Aus Beton. Dieser erlebt nämlich gerade sein besonderes Comeback! In Kombination mit z.B. modernem Kupferblech wird rauer Beton dann zu einer zeitlosen, eleganten Designerleuchte. Aber sehen Sie doch selbst bei GANTlights vorbei – Sie werden es nicht bereuen!

Und wer noch mehr Interesse an der Geschichte von GANTlights hat – hier geht es weiter mit dem Interview mit Stefan Ganz persönlich!

Stefan Gant steht uns Rede und Antwort 🙂

INTERVIEW mit Stefan Gant

by andy: Wofür steht GANTlights?

Stefan: Ganz kurz würde ich sagen: Individuelle Lampen in kleinen Auflagen mit architektonischem Einfluss. Das ist das, was ich gelernt hab: Architektur.

Zum einen habe ich so berufsbedingt die Affinität zum Material Beton und zum anderen der Stil meiner Produkte, also Geradlinig, Strukturiert und minimalistisch. Das ist auch die Architektur, die ich besonders mag: Wenig Schnickschnack, zeitloses Design, spannende Kontraste von Materialien, Farben, Licht und Schatten. GANTlights spiegelt diese Eigenschaften im kleinen Maßstab wider. (lächelt)

Das Produkt B6 in dunkler Ausführung.
Foto: Stefan Gant

by andy: Wenn man deinen Nachnamen oben im Text gelesen hat, kommt man schon drauf, aber trotzdem – wie kamst du zum Labelnamen „GANTlights“?

Stefan (lacht): Ja, das stimmt – Gant ist mein Nachname. Ganz zu Anfang hieß mein Label GANTlights and more. Ich habe das „and more“ weggekürzt – so ist es prägnanter geworden.

by andy: Du bist der Kopf von GANTlights – aber du machst das Projekt nicht ganz allein. Wer steht noch hinter dir und ist für was zuständig?

Stefan: Genau, alle Entwurfe sind von mir. Bei der Produktion setze ich  aber auf eine Netzwerkstrategie und arbeite dicht mit lokalen Herstellern zusammen. Das hat den Vorteil, dass sich jeder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann und so bestmögliche Ergebnisse erzielt werden. So habe ich zum Beispiel eine Tischlerei aus Neukölln für meine Holzprodukte, einen Stahlbauer aus Spandau, eine Keramikmanufaktur aus dem Wedding und die Betonwerkstatt aus Friedrichshain. Außerdem beschäftige ich noch einen Freiberufler, der sich um das Marketing und SEO kümmert. Dann gibt es seit kurzem noch ein Logistikunternehmen, welches sich ums verschicken meiner Bestellungen kümmert – das erleichtert mir die Arbeit ungemein!
Super wichtig ist auch mein Sales-Manager, der sich um neue Kunden, Aufträge und Händler kümmert.

Stefan in seinem Neuköllner Studio.
Foto: Joe Mania

Mir werden so einige Dinge abgenommen, mit denen ich als kreativer Mensch, der sich vor allem um das Design und die Produktpalletten-Erweiterung kümmert, natürlich weniger zu tun haben möchte.

Und damit sind wir bei meinen Aufgaben: Ich mache meine Designs im Büro und baue dort auch Prototypen. Dort arbeite ich mit verschiedensten Materialien, angefangen von Holz und Styropor bis hin zu Beton. So bekomme ich ein Gefühl für die Proportionen und habe ein Produkt ein Mal in der Hand um zu merken, ob es funktioniert oder ich etwas am Design ändern muss.

Eine wunderschöne Lampe mit angesagtem Kupfer: Die B3! Foto: Stefan Gant

by andy: Wie kam es zur Idee? Was hat dich dazu inspiriert, Produkte zu designen?

Stefan: Angefangen hatte alles mit der Idee eine eigene Lampe zu machen, in meiner damaligen Wohnung in Friedirchshain. Ich hatte vorher schon viele Möbel gebaut, aber mit dem Beton war es dann anders: Den muss man nämlich erst einmal kennenlernen. Circa 80 Kilogramm Beton sind dann anfangs auf dem Müll gelandet, weil die Mischung nicht stimmig war und das Material nicht mehr zu verwenden. Das war vor sechs Jahren. Und dann dachte ich: Das muss sich jetzt aber gelohnt haben, so viel Zeit und Energie investiert zu haben! Ich tüftelte weiter und hatte endlich Erfolg – auch mein Umfeld fand die Lampe toll. Ich entschied mich, meine Produkte auf DaWanda anzubieten und habe schließlich mein Gewerbe angemeldet.

by andy: Und so kam eins also recht schnell zum anderen! Wie lange hat der Vorlauf bis zum Gewerbe und GANTlights also insgesamt gedauert?

Stefan: Innerhalb hat es ein Jahr gedauert, bis ich das Gewerbe angemeldet hatte. Mein Umfeld hatte mich dann dahingehen unterstützt, das als Job zu starten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, etwas ganz Eigenes zu machen – der Job ist ja schon anders als die, die man nach einem Architekturstudium normalerweise macht. Die ersten drei Jahre habe ich das Projekt trotzdem nebenbei laufen lassen und nebenbei bei meinem damaligen Professor gearbeitet. Im vierten Jahr musste ich mir dann aber eingestehen, dass ich keine zwei Jobs mehr machen kann und GANTlights ein Fulltimejob werden würde. Und so habe ich meinen Job im Architekturbüro bei meinem Prof gekündigt – dabei hat er mich voll unterstützt. Er hat immer gesagt: „Herr Gant, versuchen Sie das jetzt und wenn es nicht klappt – kommen Sie einfach zurück!“ In der Hinsicht war er eine Art Mentor für mich. (lächelt)

Auch die Lampe T3 ist ein richtiger Eye-Catcher!
Foto: Stefan Gant

by andy: Was waren eure bisher größten Meilensteine?

Stefan: Die Auslagerung des Versands war rückblickend wohl einer der größten Meilensteine! Davor war es wohl die Gründung des eigenen Büro in Neukölln – da habe ich alles reingesteckt, was ich mit GANTlights verdient hatte – in der Hoffnung, dass Beton nicht von heute auf morgen out sein würde und ich plötzlich mit einem Schönen Büro aber ohne Arbeit dastehen würde… (lacht) Dazu brauchte es natürlich auch ein wenig Überwindung, es wäre wesentlich leichter gewesen einfach irgendwo angestellt zu bleiben. Aber ich bereue bisher nichts.
Die Planung und der Umbau des Büros hat circa sechs Monate gedauert und entstanden ist eine Mischung aus Showroom, Atelier, Versand, Lager an dem ich jetzt mehr Zeit verbringe als zu Hause… Hier können sich Kunden nach Terminabsprache das Angebot in live ansehen und die Leuchten auch direkt mitnehmen.

Das ist das Studio von GANTlights!
Foto: Joe Mania

ÜBER DAS PRODUKT

By andy: Für wen hast du das Produkt gemacht? Passt es in jede Wohnung?

Stefan: Für mich in erster Linie. (lacht)

Es gibt so viele langweilige oder überzogene Produkte auf dem Markt. Ich mag es gerne schlicht und einfach mit dezenten Highlights. Daher arbeite ich so gerne mit Kontrasten, wie vorhin schon beschrieben. Meine Produkte sollen die Menschen inspirieren: Wenn die Leute  eine Leuchte aus Beton sehen, werden sie zum Nachdenken angeregt – wieso muss eine Leuchte immer aus Metall oder Glas sein. Warum sind andere Dinge so wie Sie sind und nicht anders? Das finde ich sehr schön, dass man dabei selbst kreativ, wenn man eine Lampe von GANTlights sieht. Meine Produkte kommen vielleicht deshalb auch in den verschiedensten Bereichen gut an: In Hotels, Restaurants, Bars, im Messebau, aber auch in kleinen Dörfern genauso wie in Großstädten. Neben den Deutschen stehen die Franzosen und Engländer besonders auf GANTlights!

By andy: Wie kommt zur Namengebung der Produkte?

Stefan: Die Namen der Produkte sind wie sie selbst sehr reduziert: Das B steht für eine schlichte, kubische Serie, die T-Serie ist etwas verspielter in der Form, dann gibt es die K-Serie ist aus Keramik/Porzellan. Die Leuchten der C-Serie sind die wandelbarsten, jede Lampe kann an den Geschmack und das Interieur der jeweiligen Kunden angepasst werden. Nach dem Buchstaben – B,T,C,K,… werden die Leuchten durchnummeriert, ganz chronologisch. So erzählt der Name auch gleich was über die Geschichte der Lampe, welche kam zuerst und wie haben sich die Entwürfe entwickelt.

Die B3 gibt es auch mit einem schönen Gold.
Foto: Stefan Gant

By andy: Wie weit reicht die Farbpallette – was ist da alles möglich, mit Beton?

Stefan: Bei dem Beton kann man zwischen hell und dunkel wählen, bei der Innenbeschichtung gibt es Gold, Silber und Kupfer, außerdem kann der Kunde noch zwischen  verschiedenen Kabellängen und Farben wählen.

Die C1 Serie ist noch flexibler, hier gibt es allein 243 verschiedene Varianten unter denen der Kunde wählen kann. Außerdem ist die Leuchte so konzipiert, dass der Lampenschirm  aus vielen verschieden Materialien hergestellt werden kann. So werden immer mal wieder neue Varianten in den Shop kommen und spezielle Kundenwünsche, wie zum Bespiel einen in RAL-Tönen lackierter Lampenschirm stellt ebenfalls kein Problem dar.

Das Model C1 in hellem Beton.
Foto: Stefan Gant

by andy: Was ist in deinen Augen das Besondere und Innovative an GANTlights?

Stefan: Meine Entwürfe sind sehr stark architektonisch geprägt, das ist im Produktdesign relativ selten, ich glaube das ist ein Grund für den Erfolg. Außerdem lasse ich alle Produkte ausschließlich in Berlin produzieren, was in der heutigen Zeit leider äußerst selten geworden ist. Ich finde es aber super wichtig regionale Firmen zu unterstützen, unnötige Wege zu vermeiden und somit nachhaltig und bewusst mit unseren Ressourcen umzugehen. Das C bei der C1 – steht für „Change“ – hier habe ich versucht den nachhaltigen Gedanken direkt mit in das Produkt zu bringen: Wenn man sich beim Kauf beispielsweise für Kupfer entscheidet und sich nach zwei Jahren daran satt gesehen hat, kann man sich für ein anderes Highlight entscheiden und das Kupfer gegen Eichenholz oder Cortenstahl austauschen, ohne gleich die ganze Leuchte zu verschrotten. Mit acht Schrauben ist das schnell gemacht und hilft dabei, dass die Lampe mit den Trends mitgehen kann und sich dem Geschmack der Kunden anpassen kann.

Bilder aus dem Studio.
Foto: Joe Mania

by andy: Auf was können wir uns ins Zukunft freuen – gibt es einen Hinweis auf weitere Pläne…?

Stefan: Ich bin natürlich ständig mit der Entwicklung und Weiterentwicklung meiner Produkte beschäftigt. So hab ich zum Beispiel vor kurzem die komplette Technik der C1 überarbeitet, so dass die Leuchte jetzt auch dimmbar ist. Zum fünfjähren Firmenjubiläum vor ein paar Wochen habe ich eine limitierte Sonderedition der C1 aus Altholz des Berliner Stadtschlosses entwickelt, von der es nur noch wenige gibt. Ich habe ein dickes Skizzenheft voll mit Entwürfen, von denen ich viel noch  auf den Markt bringen möchte. So viel kann ich schon sagen – das Material Beton bleibt und wird wieder durch spannende, neue Materialkontraste und auch neue Produktkategorien erweitert. Außerdem denke ich schon eine Weile über ein zweites Label nach, mit dem ich mehr in Richtung Möbel gehen möchte. Ich denke mir wird erst mal nicht langweilig…

Hier schlummern die verschiedenen Designs.
Foto: Joe Mania

By andy: Deine Lampen hängen bereits in unserem Berliner Dachgeschoss und wir lieben sie! Was waren bisherige Feedbacks von anderen?

Stefan (lacht): Einmal hat eine Kundin zu mir gesagt: „Schön, dass es Sie gibt!“ Das hat mich sehr gefreut, aber ich höre oft auch von Kunden: „Wir haben ewig nach einer passenden  Leuchte gesucht – endlich sind wir fündig geworden.“
Aber ich habe auch schon öfter das Feedback bekommen, dass die Lampen Löcher haben oder Farbveränderungen. Aber genau darum geht es bei meinen Projekt: Das Material ist Beton, es ist rough, uneben und hat eben auch Luftlöcher. Manchmal größer, manchmal kleiner. Für mich ist das beste Feedback eigentlich, wenn die Kunden zurück kommen und weitere Produkte kaufen – das ist ein großes Lob und freut mich sehr! Meine Oma sagt, dass sie die Lampe mag. Aber ehrlich gesagt, glaub ich, dass sie lügt. (lacht) Sie sagt sich wahrscheinlich: Warum verkauft der Junge Steine? (lacht)

By andy: Lieber Stefan, danke für das tolle Interview!
Stefan: Danke euch!

So ein schönes Studio!
Foto: Joe Mania

Foto: Joe Mania

Where the magic happens.
Foto: Joe Mania

Foto: Joe Mania

Wir finden Stefans Studio großartig!
Foto: Joe Mania

Auch die Details sind ein Traum!
Foto: Joe Mania

Foto: Joe Mania